| dirkson's Bilder
sind in ihrer Farbigkeit sehr intensiv. Dennoch spürt man
beim Betrachten unwillkürlich eine gewisse Distanz. Auf den Fotografien
in Verbindung mit Acrylfarbe werden die geschossenen Objekte aus ihren
nur noch erahnbaren Kontext gerissen. Das so völlig anders Präsentierte
lässt damit auch einen anderen Blick zu. Die Folge ist, dass man
beginnt, genauer hinzusehen.
Durch dirkson's Arbeiten
geschieht genau das, was Kunst in ihrem Anspruch im Sinn hat: nämlich
die Automatismen unserer alltägliche Wahrnehmung zu brechen, die
Gegenstände wieder sichtbar zu machen, indem der Künstler (oder
das Kunstwerk) die Dinge da draußen verfremdet.
Es ist eine Art der Freudschen Unheimlichkeit,
die dirkson in seine Bilder einschreibt. Wenn man von
Unheimlichkeiten spricht, dann meint man die Momente in den Bildern,
die
so geheimnisvoll, verborgen und unergründlich sind, dass sie unsere
ganze Aufmerksamkeit gefangen nehmen.
dirkson's Figuren
machen glauben, dass sie sich absolut nicht für ihre Betrachter interessieren.
Ihre Körper gehen auf Distanz, versuchen befremdlich zu wirken, aber
gerade diese zur Schau getragene Fremdheit führt uns wieder zu den
eigentlichen Dingen zurück.
(Laudatio von Olaf Nenninger)
|